Internationale URL-Strukturen
ccTLD, Subdomain oder Subdirectory – welche URL-Struktur ist die beste Wahl für internationale Webseiten?- Die drei Optionen im Überblick
- ccTLD – länderspezifische Top-Level-Domains
- Subdomains
- Subdirectories (Unterordner)
- Entscheidungshilfe
- Zusammenspiel mit hreflang-Tags
Die drei Optionen im Überblick
Google akzeptiert drei grundlegende Ansätze für internationale Webseiten:
- ccTLD – Separate Domain für jedes Land:
beispiel.de,beispiel.ch,beispiel.at - Subdomains – Separate Subdomains:
de.beispiel.com,fr.beispiel.com - Subdirectories – Unterverzeichnisse:
beispiel.com/de/,beispiel.com/fr/
ccTLD – länderspezifische Top-Level-Domains
Beispiele: .de für Deutschland, .ch für die Schweiz, .at für Österreich.
Vorteile für SEO:
- Stärkstes geografisches Signal für Google
- Erhöhtes Nutzervertrauen durch länderspezifische Domain
- Keine Geotargeting-Konfiguration in der Search Console nötig
Nachteile für SEO:
- Höchster Aufwand und höchste Kosten – jede Domain separat registrieren und pflegen
- Domain-Autorität wird aufgeteilt
- Manche ccTLDs haben Einschränkungen (z.B. muss man für
.chin der Schweiz ansässig sein)
Subdomains
Subdomains wie de.beispiel.com, en.beispiel.com.
Vorteile: Klare Trennung, einfacher einzurichten als ccTLDs, Geotargeting konfigurierbar.
Nachteile für SEO: Google behandelt Subdomains als separate Websites – Link Equity wird nicht vollständig geteilt. Schwächeres geografisches Signal als ccTLD.
Subdirectories (Unterordner)
Unterverzeichnisse wie beispiel.com/de/, beispiel.com/fr/.
Vorteile für SEO:
- Google bevorzugt diese Methode – John Mueller von Google hat mehrfach bestätigt, dass Subdirectories aus SEO-Sicht einfacher zu verwalten sind
- Alle Backlinks stärken die Autorität einer einzigen Domain
- Einfachste technische Umsetzung und geringste Kosten
- Konsolidierter Search Console Bericht
Nachteile: Kein so starkes geografisches Signal wie ccTLD. Geotargeting muss in der Search Console konfiguriert werden.
Entscheidungshilfe
- ccTLD wählen wenn: Sie stark in einzelnen Ländern verankert sind und das Nutzervertrauen besonders wichtig ist.
- Subdirectories wählen wenn: Sie neu in internationale Märkte expandieren oder Budget begrenzt ist. Google empfiehlt diesen Ansatz explizit.
- Subdomains vermeiden wenn: Sie eine neue Strategie aufbauen – Subdirectories bieten bei ähnlichem Aufwand bessere SEO-Eigenschaften.
Zusammenspiel mit hreflang-Tags
Unabhängig von der gewählten URL-Struktur sollten Sie hreflang-Tags implementieren. Beispiel für eine dreisprachige Subdirectory-Struktur:
<link rel="alternate" hreflang="de" href="https://beispiel.com/de/seite/">
<link rel="alternate" hreflang="fr" href="https://beispiel.com/fr/page/">
<link rel="alternate" hreflang="en" href="https://beispiel.com/en/page/">
<link rel="alternate" hreflang="x-default" href="https://beispiel.com/en/page/">
Wie Geotargeting in der Search Console konfiguriert wird, erfahren Sie auf der Seite Geotargeting in der Google Search Console.