Mobile-First Indexing
Was bedeutet Mobile-First Indexing, warum hat Google diesen Ansatz gewählt und wie stellen Sie sicher, dass Ihre Website korrekt indexiert wird?- Was ist Mobile-First Indexing?
- Hintergrund und Geschichte
- Anforderungen für Mobile-First Indexing
- Häufige Fehler und wie man sie behebt
- Mobile-Optimierung testen
Was ist Mobile-First Indexing?
Beim Mobile-First Indexing verwendet Google primär die mobile Version einer Webseite für das Crawling, die Indexierung und das Ranking. Die Desktop-Version wird dabei sekundär behandelt.
Das bedeutet: Wenn Ihre mobile Version weniger Inhalte enthält als die Desktop-Version, wird Google nur die mobil verfügbaren Inhalte für das Ranking berücksichtigen.
Hintergrund und Geschichte
Google hat Mobile-First Indexing schrittweise eingeführt, da der Grossteil der Google-Suchanfragen mittlerweile von mobilen Geräten kommt. Seit 2023 sind alle Websites standardmässig auf Mobile-First Indexing umgestellt. Es gibt keinen Weg mehr zurück zur Desktop-first Indexierung.
Anforderungen für Mobile-First Indexing
Gleicher Inhalt auf Desktop und Mobile:
- Hauptinhalte, Texte und Bilder müssen auf der mobilen Version vollständig vorhanden sein
- Eingeklappte Inhalte (Tabs, Akkordeons) werden von Google auch auf Mobilgeräten vollwertig gewertet
- Videos und strukturierte Daten müssen ebenfalls auf der mobilen Version verfügbar sein
Technische Voraussetzungen:
- Responsive Design – Eine URL für alle Geräte, die sich per CSS anpasst. Empfohlen von Google.
- Dynamisches Serving – Gleiche URL, verschiedener HTML-Code je nach User-Agent. Erfordert
Vary: User-Agent-Header. - Separate mobile URLs (
m.beispiel.com) – Veraltet und fehleranfällig, aber technisch noch unterstützt.
Performance:
- Mobile Core Web Vitals werden für das Ranking verwendet
- PageSpeed auf Mobilgeräten optimieren
- Viewport-Meta-Tag korrekt setzen:
<meta name="viewport" content="width=device-width, initial-scale=1.0">
Häufige Fehler und wie man sie behebt
- Weniger Inhalt auf Mobilgeräten – Manche Websites verstecken auf Mobilgeräten grosse Textblöcke. Alle relevanten Inhalte müssen auch mobil geladen werden (auch wenn sie eingeklappt sind).
- Bilder nicht auf Mobilgeräten geladen – Lazy-Loading-Implementierung prüfen: Bilder müssen beim Scrollen auch auf Mobilgeräten sichtbar werden.
- Blockierte Ressourcen – CSS, JavaScript oder Bilder, die nur für Desktop freigegeben sind, müssen auch für Googlebot zugänglich sein.
- Fehlende strukturierte Daten – Schema-Markup muss auf der mobilen Version vorhanden sein.
- Unterschiedliche interne Links – Die interne Verlinkung sollte auf Desktop und Mobile identisch sein.
Mobile-Optimierung testen
- Google Mobile-Friendly Test – Überprüft, ob eine Seite als mobilfreundlich gilt
- Google Search Console – Unter «Core Web Vitals» die mobilen Werte separat prüfen. Im Bericht «Seiten» nach mobilspezifischen Fehlern suchen.
- Chrome DevTools – Mit dem Geräte-Emulator die mobile Darstellung prüfen
- URL-Prüftool in der Search Console – Zeigt an, wie Googlebot die Seite crawlt (Mobile Googlebot)
Weitere Informationen finden Sie auf den Seiten Core Web Vitals, PageSpeed Optimierung und Google Search Console.